Kaksinkertainen/ Dubbelt/Doppelt Das deutsch-finnische Stadtschreiber-Projekt Kaksinkertainen/Doppelt, initiiert von literaturhaus.net, Goethe-Institut und FILI, entsendet jeweils zwei Schriftsteller/innen aus den beiden Ländern zu Aufenthalten ins das andere Land. Im Sommer 2009 schrieben die Deutschen Thomas Lang und Ariane Grundies aus Finnland unter http://blog.goethe.de/finnland/. Ab 1. Oktober 2009 schreiben Hannele Mikaela Taivassalo aus Rostock und Joel Haahtela aus München hier ein literarisches Tagebuch. Mehr...
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21. Oktober 2009
Wenn man Rostock verlässt, dann vermisst man unter anderem:
Sein grünes Zuhause, Casita Maria. Jetzt das Zuhause von jemand anderem.
Das Literaturhaus in Rostock. Auch ein Zuhause. Ein Freund.
Die Menschen, selbstverständlich, schon wieder. Aber dennoch. Genau das ist es doch.
Besondere Orte, die man gerne aufsuchen würde, aber nicht kann. Man ist woanders.
Düfte. Gerüche. Man verwendet verschiedene Reinigungsmittel in verschiedenen Ländern. An manchen Orten ist der Geruch der heimischen Reinigungsmittel überwältigend. Als ob sie einfordern würden, erinnert zu werden.
Und auch nach Gerüchen kann man sich sehnen; stark, fordernd. Und nach Menschen, die duften, riechen, nach etwas. Ja, die Menschen, ja, das sagte ich bereits.
*
Mit sich zu reisen ist – irgendwie, hmm, irgendwie wichtig. Was war es gleich wieder? Mit sich zu reisen, gibt einem möglicherweise die Gelegenheit, sich Fragen zu stellen, vielleicht sogar sich zu antworten? Ja, oder auch nicht. Mit sich zu reisen, ist zu sich zu reisen, vielleicht kommt man sich näher als wenn man still steht? Oder wie war es gleich wieder? Vielleicht kommt man gar nicht. Aber man ist in Bewegung.
Unbedeutend,
aber vielleicht doch
etwas. Eine Bewegung.
*
Sein Herz an Orte, Menschen, Sprachen verlieren. Ankommen und weggehen. Dieses kurze Menschenleben ist so dürftig, man kann immer nur eines leben. Dass man immer nur an einem Ort sein kann. Ich will all das sein, was ich verpasse, und gleichzeitig will ich niemals etwas anderes sein als das, was ich bin.
Das ist wahr.
Wenn es einfach war, in Rostock anzukommen, dann war es umso schwerer wieder abzureisen.
Ich bin eigentlich nicht besonders gut darin, ein Zuhause zu schaffen, aber in zwei Wochen erwirbt man so seine Gewohnheiten. Man geht die gleichen Wege, biegt an den gleichen Stellen ab, die Füße denken. Man kauft das Brot in der gleichen Bäckerei, man trifft die gleichen Menschen, weil man die gleichen Orte besucht, man entdeckt etwas, das man dann immer isst oder trinkt. Man schafft Muster, man wiederholt.
Gewöhnlich schreibe ich in Cafés und Restaurants in mein Notizbuch, immer ins gleiche, ich schreibe auch im Zug. Meine Blogs schreibe ich dann in meinem grünen Zuhause ins Reine, und wenn es anfangs Probleme mit dem Internet gibt, dann schmerzt mich das. Wenn dann alles klappt, ist es ein großes Glück. Ich bin nicht gut in gemütlichen Zuhauses, aber ich brauche meine Papierstapel und meinen Computer und meinen Internetzugang und mein Durcheinander. Da schreibe ich.
Ich gehe an die gleichen Orte, das habe ich bereits gesagt, mehrfach: Das Peter-Weiss-Haus und Das Haus und das Literaturhaus und andere wichtige Häuser, in die ich gerne gehe. Wo ich mich zu Hause fühle. Ich treffe die gleichen Menschen, Menschen, die Freunde werden können, auch das erschafft man.
Es gelingt mir, alle vegetarischen Gerichte in der Likörfabrik zu essen, die genau auf der anderen Straßenseite, gegenüber von meinem grünen Zuhause liegt. Nein, übrigens nicht alle. Einen Salat habe ich nicht gegessen. Vielleicht ist es gut, noch einen Salat in petto zu haben? Vielleicht muss man sich immer ein Gericht auf der Speisekarte aufheben, damit man eines Tages zurückkommen kann?
Ich verschließe die Tür zu meinem grünen Zuhause und stecke den Schlüssel immer in die gleiche Tasche. Ich gehe mit den gleichen Leuten die gleichen Straßen entlang, an die gleichen Orte, und wir gehen immer nebeneinander, immer gleich.
Bis ich eines Tages den Schlüssel da lasse und wegfahre.
Wer bin ich, wenn ich auf dem Kopfsteinpflaster in Rostock gehe, wer will ich sein? Ich habe schon lange mit meinen Spielen aufgehört, habe aufgehört, so zu tun, als sei ich alles mögliche, und irgendwie habe ich es auch aufgegeben, Tourist zu spielen. Ich habe meine Gewohnheiten, neue Gewohnheiten, und ich versuche nicht, jemand anders zu sein als ich bin. Ich, an einem anderen Ort.
Obwohl, in diesem Moment, wenn ich in Rostock bin, ist Rostock kein anderer Ort, da ist Rostock hier, und ich befinde mich genau da, wo hier jetzt ist.
*
(Ich weiß, dass man am Ende eines Blogs keine Danksagung schreibt, aber dieser hat dennoch eine:
Dank zu allererst an Mr. L., für alles;
von ganzem Herzen großen Dank an Katinka und Reiner – das Literaturhaus Rostock ist ein Freund, keine Institution;
und an Regine P. & Freunde für Erlebnisse in Rostock;
an Regine E. für die Übersetzungen;
an Verena und Maria A. für eine Organisation mit Wärme;
an Maria P. für Gastfreundschaft und mein grünes Zuhause;
an Miss L. & Freunde für Berlin;
an euch alle, die ich immer wieder an den gleichen und verschiedenen Orten getroffen habe, meine Rostockfreunde und –bekannten;
an Ariane, mit der ich ein wenig dieses Projekt teilen durfte, was mich freut;
an das literaturhaus.net, das Goethe-Institut und FILI für dieses inspirierende Projekt, für die Möglichkeiten, die Erlebnisse und das Schreiben;
und last but not least: noch einmal großen Dank und ein kleines Stück meines Herzens an Rostock und sein Waffentier, den Greif, an Katinka und Reiner und das Literaturhaus Rostock und natürlich besonderen Dank an den jungen Freund des Literaturhauses.
Lebewohl adieu.)
Aus dem Schwedischen von Regine Elsässer, die für eine erfreuliche Arbeit dankt.

19. Oktober 2009
Liebes Tagebuch,
es ist blöd, aber ich kann nicht anders. Ich muss meine höchstpersönlichen, inoffiziellen Hitlisten veröffentlichen:
1. Meine deutschen Lieblingswörter
2. Meine liebsten Namen von Orten in Rostock
Dabei ist zu beachten, dass nicht alle meine Lieblinswörter auf der Liste Platz hatten. Außerdem ist zu beachten, dass entscheidend sein kann, wer das Wort sagt und natürlich in welchem Deutsch es ausgesprochen wird. Und es kommen ständig neue Lieblinswörter dazu.
Und wenn ich jetzt schon mitten in einem Geständnisblogg bin, dann gestehe ich auch gleich noch, dass ich schon immer eine Schwäche für die deutsche Sprache hatte, und jetzt, nach zwei Wochen in Rostock ist die Schwäche nur noch größer geworden. Am meisten mag ich eine Art surrendes Deutsch, das weich fließend gesprochen wird, weit vorne im Mund, und das ganz mühelos und leicht, melodisch auf und ab fließt. (Mund, Lippen, Zunge, Zähne. Vibrierend weiche, gemurmelte Laute. Manchmal kann man ein bisschen die Lippen spitzen und “nee” sagen, zum Beispiel.)
Noch klingt es nicht so, wenn ich Deutsch spreche, aber vielleicht eines Tages.
Hier kommt also meine Top-Ten-Liste, mit kurzen Erklärungen, warum ein Wort auf der Liste steht:
DEUTSCHE LIEBLINGSWÖRTER
1) Das Schicksal Sowohl wegen des Klangs als auch wegen der Bedeutung. Aber ich mag auch das schwedische Wort ÖDET.
2) Irgendwie Wunderbar vage und nonchalant.
3) Nee Süßer kann man doch fast nicht nein sagen, ganz ehrlich.
4) Das Eichhörnchen So viele weiche Laute.
5) Etwas Auch wieder so vage, unbestimmt.
6) Genau Das kann man in ein Gespräch einstreuen, nicken und zustimmen, genau.
7) Also Also, mit also kann man einen Satz anfangen, wenn man etwas hinzufügen, jemanden unterbrechen oder etwas einflechten will. Diese vielen kleinen Gesprächswörter, die sammle ich besonders gern.
8) Manchmal Ich liebe den Klang dieses Wortes! Wie ein Streicheln, und dabei inhaltlich so flüchtig, so vage!
9) Peinlich ist man ja manchmal. Oft sogar. Auch in Deutschland macht man sich ständig Gedanken darüber, was peinlich ist und wann.
10) Der Kopfsteinpflasterstein Streng genommen ist das kein richtiges Wort sondern eine kreative Zusammensetzung, wie man sie im Deutschen machen kann, wenn man will. Sehr poetisch.
NAMEN VON ORTEN IN ROSTOCK
1) Doberaner Platz Klingt so nett. Und ich glaube, jedes Mal, wenn ich den Doberaner Platz überquert habe, war ich auf dem Weg zu etwas Nettem.
2) Groß Klein siehe frühere Bloggs.
3) Doberaner Straße Doberaner, Doberaner, Doberaner
4) Kuhtor Eines der sieben Stadttore. Und der Platz, an dem das so lieb gewonnene Literaturhaus in Rostock liegt, noch bis zum Dezember.
5) Peter-Weiss-Haus Peter Weiss hatte starke Verbindungen zum Rostocker Theaterleben. Es ist ein junges Kulturhaus in Rostock, der Name verpflichtet. Wie oft bin ich dort gewesen? Acht mal? Die ganze Zeit? Immer passierte dort etwas. Dorthin wird übrigens das Literaturhaus Rostock umziehen, demnächst.
6) Östliche Altstadt Da habe ich gewohnt, das war mein grünes Zuhause, Casita Maria.
7) Die Warnow Ich weiß nicht warum, aber das klingt gut. Ungekünstelt, alltäglich, ernsthaft. Seriös. Fast ein bisschen langweilig. Gut.
8) Kröpeliner Straße Das ist die Fußgängerstraße, tja, hm, was soll ich sagen? Das klingt zwar lustig, aber wenn ich mich zu dieser etwas touristischen Hauptstraße in Rostock verhalten muss, bin ich sehr ambivalent.
9) Neuer Markt Sagt sich lustig. Man kann zum Beispiel sagen, dass man über den Markt gegangen ist. Am Markt Kaffee getrunken hat. Oder dass dort das Rathaus steht. Das tut es nämlich. Und um eine der Säulen des Rathauses windet sich eine Schlange. Ganz ehrlich. Jedoch keine lebendige. (Obwohl, wer weiß, vielleicht nachts?)
10) Lasse ich offen für all die anderen Orte, die ich so gerne auf meine Hitliste gesetzt hätte.
Aus dem Schwedischen von Regine Elsässer

15. Oktober 2009
Das Ende meiner Reise rückt näher, und ich muss das Versprechen einhalten, das ich mir selbst gegeben habe. Morgens um elf Uhr stehe ich im Münchner Olympiastadion und sehe die leuchtend rote Bahn vor mir. Doch ich bin nicht allein. Neben der Laufbahn stehen noch zwei Männer und dehnen sich. Der eine trägt die tunesischen Farben, der andere die belgischen.
Jetzt verstehe ich, dass auch sie an dem Tag geboren sind, als Lasse Viren Olympiagold gewann, und heute sind sie gekommen, um sich zu revanchieren und eine alte Rechnung zu begleichen. Der Tunesier ist für seinen Landsmann Mohamed Gammoudi angetreten, und der Belgier, weil ihn der dritte Platz von Emiel Puttemans wurmt. Die Niederlage muss sie all die Jahre über geschmerzt haben.
Wir grüßen uns kaum hörbar, alle wissen, worum es geht. Ich ziehe meine Jacke aus und binde die Schnürsenkel zu einer doppelten Schleife. Wir nehmen Position an der Startlinie ein, der Belgier fährt sich über den Schnurrbart. Der Tunesier scheint schwache Nerven zu haben, aber ich nehme an, dass er seine Topform perfekt getimet hat und lediglich blufft.
Peng. Wir laufen los, und der Belgier hat beschlossen, das Rennen gleich zu Beginn zu entscheiden. Er gibt Gas wie ein Irrer, doch ich ahne, was er vorhat, und beschließe, mich nur auf mich zu konzentrieren. Der Tunesier ist mir dicht auf den Fersen. Eine Gruppe japanischer Touristen ist auf der Tribüne erschienen und macht eine La-Ola-Welle. Wir nähern uns der hinteren Kurve, und ich denke, hier bin ich nun, am fünfzehnten Oktober 2009. Es gibt Menschen, die wiederholen ewig die gleichen Dinge, andere machen weiter. Auch Lasse Viren sitzt heute im Parlament, in einem warmen und angenehmen Saal.
Als das Ziel sich langsam nähert, gebe ich alles, atme dem Belgier schon in den Nacken. Auch der Tunesier bekommt neue Kräfte, er ist raffinierter, als ich gedacht hätte. Jetzt sind es nur noch etwa zwanzig Meter, und wir laufen Schulter an Schulter. In dieser Phase ist es unmöglich zu sagen, wer gewinnt. Wiederholt sich das Wunder von München? Habe ich gewonnen? Die Wolken über uns ziehen weiter, und der Himmel ist ungewöhnlich klar, wie Glas. Obwohl es Herbst ist, duftet der Rasen im Stadion. Und fängt es jetzt tatsächlich an zu schneien? Die Schneeflocken schweben träge zu Boden, und weiter entfernt fliegt ein Vogel, der über der Tribüne kreist, verschwindet, wieder erscheint, verschwindet,
erscheint,
verschwindet
Aus dem Finnischen von Meike Frese
15. Oktober 2009
F: Na, wie ist München so?
A: Ach ja, ganz ok. Eine Stadt halt. Aber eine ausgesprochen schöne. Und sauber. Wenn dir hier die Eiswaffel auf die Straße fällt, kannst du sie gleich wieder in den Mund schieben.
F: Was intelligenteres fällt dir nicht ein?
A: Das steht doch schon alles in den Reiseführern.
F: Dann erfinde was, du bist schließlich Schriftfsteller!
A: Auch ein Schrifsteller ist manchmal müde.
F: Selbst im Urlaub?
A: Urlaub ist ja gerade das anstrengende.
F: Aber irgendetwas wirst du doch erfahren haben über die Stadt.
A: Nun, ich war natürlich im Biergarten, beim chinesischem Turm.
F: Und?
A: Es war nett, die Leute haben draußen an langen Tischen gesessen. Die Sonne schien. Es wurde Bier getrunken und ein bisschen gesungen. Und mitgebrachtes Essen gegessen.
F: Deutsche Sparsamkeit?
A: Nicht, was das Bier anbelangt.
F: Irgendwelche weiteren Eindrücke?
A: Die Kellnerinnen waren traditionsbewusst, ziemlich tief ausgeschnittene Trachten.
F: Ist das nicht ein bisschen frauenfeindlich, sie so zu vergegenständlichen?
A: Das ist es vermutlich ein bisschen.
F: Also wie jetzt?
A: Als Mann ist es schwer, da objektiv zu bleiben, aber in Finnland gibt es bestimmt Forschungen zu dem Thema. Oder man wollte einfach nur Stoff sparen.
F: Und die Münchner?
A: Ein Münchner ist ein Münchner. Ist er in Schwabing geboren, dann bleibt er auch dort, selbst wenn du dem mit einem Brecheisen kommst.
F: Warum?
A: Einfach, weil es dort so schön ist.
F: Welch tiefgehende Analyse.
A: Und weil alles seinen geregelten Gang geht. Es gibt genug Polizisten, und die Exhibitionisten im Park bleiben hübsch in ihrer Ecke.
F: Haben die Münchner Geheimnisse?
A: Ähh, bestimmt keine außergewöhnlichen. Hier werden vermutlich Ehefrauen und -gatten betrogen wie auch sonst überall.
F: Und Weißwurst? Hast du die probiert?
A: Selbstverständlich. Man ißt üblicherweise zwei auf einmal. Die kultiviertere Art ist, die Haut gleich zu Beginn zu entfernen, bodenständiger ist es, die Wurst gewissermaßen in den Mund zu saugen.
F: Wie hast du sie gegessen?
A: Ich schätze, ich habe eine dritte Art entdeckt.
F: Und was ist mit den Nazis? München war ja damals ein richtiges Nest. Du hast die Münchner doch sicher dazu interviewt.
A: Ja, ein wenig. Aber den Deutschen scheint das Thema schon ziemlich zum Hals raus zu hängen.
F: Aber es verkauft sich doch gut.
A: Und die Ausländer lieben es, machen sogar Filme darüber, zuletzt Tarantino. Ach ja, ich habe ja noch einen kleinen Seitensprung gemacht. Ich war auf dem Obersalzberg.
F: Hitlers Feriendomizil?
A: Ganz genau. Dort wurden T-Shirts verkauft mit der Aufschrift Eagle’ nest.
F: Würdest du so eins anziehen?
A: Höchstens, wenn ich in der Natur unterwegs bin.
F: Du bist schon ein bisschen merkwürdig.
A: Ja, das hat mal jemand zu mir gesagt.
F: War das jetzt eine Art literarischer Verfremdung? Wie fandest du den Obersalzberg?
A: Ich habe darüber nachgedacht, ob man etwas aufgrund seiner Geschichte verabscheuen muss.
F: Was soll denn das bedeuten?
A: Na ja, die Aussicht vom Berggipfel war so wunderschön. Die Landschaft ist schon immer dort gewesen und wird es auch immer sein.
F: Die Frage ist also, ob man eine Sache losgelöst von ihrem Kontext betrachten kann.
A: So was in die Richtung.
F: Und was ist deine Antwort?
A: Es hat nicht ganz geklappt. Und es tut mir schon weh, dass die Nazis einfach alles verdorben haben, selbst das bayerische Liedgut.
F: Lass uns das Thema wechseln. Du bist also zufrieden mit deiner Reise?
A: Jep.
F: Und zusammenfassend kann man feststellen, dass das Leben in München deiner Meinung nach relativ sorgenfrei ist.
A: Zumindest, wenn das Monatsgehalt stimmt.
Aus dem Finnischen von Meike Frese
14. Oktober 2009
Erstens. Im Juni 1987 wussten alle Kinder im Dorf, dass abends im Fernsehen ein Film namens Emanuelle kommen würde. Glücklich all jene, deren Eltern an dem Abend nicht zu Hause sein würden, und ich gehörte zu den Glücklichen. Ich erinnere mich, wie Sylvia Kristel auf dem Bildschirm erschien, sie war im Badezimmer, das Licht schien sanft, und ich fühlte mich wie in einem süßen Traum. Später war ihr Busen entblößt, und sie wiegte sich leise in einem Korbstuhl. Leider fürchtete ich, dass meine Eltern mittendrin nach Hause kommen könnten, weshalb mein Bruder und ich vereinbart hatten, abwechselnd im Hof Wache zu stehen. Die Hälfte des Films habe ich also verpasst. Vereinzelte Bilder blieben mir trotzdem im Gedächtnis haften, und es wäre nicht gelogen, zu sagen, dass mein Leben sich verändert hat; seit jenem Abend stiefelte ich unerschütterlich in Richtung Erwachsensein. Selbst heute noch ertappe ich mich mitunter dabei, wie ich überlege, wo Sylvia jetzt sein mag und wie es ihr geht, ob es ihr gut oder schlecht ergangen ist im Leben.
Zweitens. Im Juni 1994 bin ich nach Warschau geflogen und von dort mit dem Nachtzug nach Krakau gereist. Ein paar Monate zuvor hatte ich Kieśloswkis Film Die zwei Leben der Veronika gesehen und beschlossen, mich auf die Suche nach Veronika zu machen. In Krakau lief ich ein paar Tage lang auf dem alten Marktplatz auf und ab, doch Veronika war nicht da, sie war bereits fort. Daraufhin setzte ich mich hin, begann zu schreiben, und seitdem habe ich beinahe jeden Tag geschrieben, seit fünfzehn Jahren. Als ich Jahre später erfuhrt, dass Irène Jacob, die die Veronika gespielt hatte, ihren neuen Film in Finnland drehen würde, überlegte ich, ob ich mich erneut auf die Suche begeben sollte. Das habe ich schließlich nicht getan, denn sie würde nicht mehr dieselbe sein, dachte ich, und ich wollte sie mir so bewahren, wie ich sie in Erinnerung hatte.
Drittens. Im Frühjahr 2007 las ich in der Zeitung, dass die ehemalige RAF-Terroristin Brigitte Mohnhaupt nach fünfunzwanzig Jahren Haft entlassen wird. In der Zeitung war das Foto einer jungen Frau mit langen, blonden Haaren abgedruckt. Damals hatte Mohnhaupt an der gleichen Universität in München studiert wie fünfundzwanzig Jahre zuvor Sophie Scholl, die Widerstandskämpferin der Weißen Rose. Es gab ein zweites Foto, ein unversehrtes Auto, vor diesem Leichen auf der Straße. Als ich die beiden Fotos betrachtete, gelang es mir kaum, sie zueinander in Beziehung zu setzen, und gleichzeitig überkam mich tiefe Trauer. Ich dachte darüber nach, dass die Frau einmal jung gewesen war, ein normales Leben gelebt, sich auf der Straße bewegt hatte wie alle anderen. Jetzt lasteten die Jahre der Gefangenschaft auf ihr, und die Welt, aus der sie einst gekommen war, existierte nicht mehr. Der Gedanke quälte mich in einem Ausmaß, dass ich über das Thema einen Roman mit dem Titel Schneetagebuch schrieb. In dem Buch wird Brigitte Mohnhaupt zu Sigrid Eisenberg, und der Erzähler des Romans begibt sich auf ihre Spuren. Ich denke immer noch darüber nach, wo die reale Brigitte Mohnhaupt wohnt und wer sie in Wirklichkeit ist. Vielleicht ist sie in ihre alte Studienstadt München zurückgekehrt, vielleicht ist sie mir auf der Straße entgegengekommen, vielleicht erkennt man sie heute nicht mehr wieder. Möglicherweise wohnt sie gleich nebenan. Aber was macht sie, wenn sie morgens aufwacht und aus dem Fenster schaut? Was sieht sie? Und was würde sie lieber nicht sehen?
Aus dem Finnischen von Meike Frese
14. Oktober 2009
Es ist nicht weit von Rostock nach Berlin, in zweieinhalb Stunden kommt man mit dem Zug in die Hauptstadt, wenn man will. Und ich will.
Eines Tages beschloss ich, für kurze Zeit von Rostock zu verschwinden, mich eine Weile in einer größeren Stadt zu verlieren, unter mehr Menschen. Ich stand deshalb früh auf und fuhr mit dem Zug weg.
Eigentlich hatte ich keine genauen Pläne mit meiner Reise, es war nur eine Reise weg, in eine größere Stadt, wo man sich eher verlaufen kann. Mein einziger richtiger Programmpunkt, was mich wirklich interessierte, außer den Menschen und Gebäuden, war das Filmmuseum Berlin. Als ich also in Berlin ankam (morgenmüde und mit Herzklopfen von zu wenig Schlaf, zu viel Kaffee und vielleicht auch zu viel von allem möglichen anderem und ganz bestimmt wegen der stickigen Luft im Zug) begab ich mich als erstes zum Potsdamer Platz und zum Filmmuseum.
Und ja, ich war glücklich dort.
Die Wärter waren streng und barsch, sie befahlen mir, wo ich anfangen und wie ich weitergehen sollte. Etwas widerstrebend aber dann doch folgsam fing ich mit der Fernseh-Ausstellung an, flitzte hindurch, um schnell zum Film zu kommen. (Man muss hier den Wärtern folgen, sie sind oft streng und allwissend, auf diese richtige, nostalgische Ost-Art).
Und ja! Das Dunkel, das Licht, die Schatten! Die Musik, die Geräusche, die Spiegel! Es war genau so visuell wie es sein muss. Lange Blicken zwischen mir und den Stummfilmstars; Nicken, Seufzer, Blicke; Verliebtheit zwischen mir und Marlene Dietrich (gegenseitig).
Und dann verließ ich den Film zugunsten der Stadt.
Die Gebäude am Potsdamer Platz sind gewaltig und schwer. Gruppen von Schulklassen und anderen Touristen schieben sich zwischen den Häusern durch, über die Straßen, passieren den Checkpoint Charlie und gehen durch das Holocaust Mahnmal – das labyrinthische Denkmal zur Vernichtung der Juden – und unter den Bögen des Brandenburger Tors hindurch. Berlin ist immer Ost und West, immer noch gegenwärtig, als Geschichte, als Heute, fassbar, deutlich, erinnert.
Ich schlendere umher, betrachte die Stadt. Dann rufe ich meine ganz neue Berliner Bekanntschaft an und werde mit dem Auto an der Friedrichstraße abgeholt.
Hier beginnt eine andere Reise, in ein anderes Berlin, das Berlin, das ich lieber sehen will als die Museen und die Monumente.
Mit ihr komme ich in die Parks, die da angelegt wurden, wo früher die Mauer war. Wir gehen unter S-Bahn-Geleisen spazieren, die über manchen Stadtteilen schweben. Ich höre Geschichten von Orten, die weit entfernt von den offiziellen Gedenkstätten liegen; stattdessen unzählige Wandgemälde, Betonkunst und lebendige Stadt. Stadtteile wie Kreuzberg und Friedrichshain. Mitte. Ost, West, Ostwest, Westost, alles, Menschen, Hausbesetzer, Hunde, die besetzten Häuser, Wohnwagenparks, die alternativen Kunsthäuser, die Straßen – all diese geschäftigen Straßen und die faulen – und wieder Menschen, Hunde, Beton. Sogar Hühner und ein Esel mitten in der Stadt, in einem versteckten Wohnwagenkollektiv.
Nachts schlafe ich auf einer Matratze auf dem Boden in ihrem kalten Zimmer, ein leichter Rauchgeruch liegt wie eine Erinnerung an den Abend noch im Raum. Und die Stadt lebt ständig weiter, draußen vor den undichten Fenstern.
Beim Aufwachen spürte ich die Feuchtigkeit von der Straße, der Stadt und dass ich schon lange nicht mehr so ruhig geschlafen habe.
Aus dem Schwedischen von Regine Elsässer
13. Oktober 2009
In Finnland fragt man Besucher gewöhnlich, warum sie nach Finnland kommen, ausgerechnet. Ein bisschen erstaunt, irgendwie ungläubig. Als ob man selbst nie auf den Gedanken käme, sich in diesem Land aufzuhalten, wenn man nicht zufällig hier geboren wäre. (Was man vielleicht auch nicht tun würde.)
Für Rostock gilt ungefähr das gleiche. Warum Rostock, fragen die Leute und sehen beinahe entsetzt aus.
Also, deswegen Rostock, sage ich und kratze mich im Nacken. Und auch wenn ich mir Rostock nicht ausgesucht habe, auch wenn ich nur hier gelandet bin, dann bin ich doch sehr froh, dass es einem widerfahren kann, in Rostock zu landen.
Deswegen Rostock: Eine Stadt ist ihre Menschen. Die Menschen sind die Stadt.
Nicht mehr, nicht weniger.
Eigentlich wollte ich eine Geschichte über eine Begegnung erzählen, vielleicht über mehrere, und über Menschen, die ich immer wieder zufällig treffe; bei der Theaterpremiere im Volkstheater Rostock, in der Kneipe “Das Haus”, bei verschiedenen Veranstaltungen im Peter-Weiss-Haus, aber nach reiflicher Überlegung mache ich es doch nicht. Ich wollte auch etwas über das weiße Disneyland-Schloss in Heiligendamm schreiben oder über den hysterisch lustigen Klosterbesuch in Bad Doberan, ich könnte es wirklich machen.
Aber mehr schreibe ich dieses Mal nicht, denn jetzt sind mir alle Sehenswürdigkeiten egal, ich mache dass Allerwichtigste solange ich noch hier bin: Ich gehe jetzt deutsches Bier trinken, mit meinen Rostocker Freunden und Bekannten.
12. Oktober 2009
Es lohnt sich, von seiner Stadtplanroute abzuweichen und die Straße zu wählen, die am wenigsten einladend aussieht. Kommt einem ein Tourist entgegen, der sich furchtbar verlaufen hat, sollte man entschlossen seinen Weg fortsetzen und weitergehen, bis man sicher sein kann, dass man sich selbst in die Irre geführt hat. Das ist in einer modernen Stadt allerdings schwer, denn immer bleibt irgendeine Spur, ein elektronisches Handysignal.
Nebenstraßen strahlen die gleiche Melancholie aus wie Gegenstände und Menschen, die keiner bemerkt. Die Farbe der Hotelzimmertischdecken bleibt nicht im Gedächtnis haften, niemand sieht den kraftvoll spielenden Posaunisten im Orchester, den einen von fünfen.
Auf Nebenstraßen geht man nicht, um in den Genuss eines neuen und unberührten Erlebnisses zu kommen, sondern um keinerlei Erlebnis zu haben. Selbst die Zeit scheint langsamer zu vergehen, auch wenn in unserer Zeit allein schon die Tatsache, dass nichts passiert, ein Erlebnis sein kann. Vielleicht ist schon jemand auf die Idee gekommen, diese Momente der Ereignislosigkeit für einen guten Preis zu vermarkten, wie es seinerzeit Yves Klein mit der Pariser Luft getan hat. Das macht dann einen Goldbarren, danke!
Wenn nichts passiert, kann einem bereits eine kleine Regung revolutionär erscheinen. Vorhänge wehen geheimnisvoll, Steakgeruch dringt aus dem Innenhof, eine Katze lauert im Treppenhaus. Auf was auch immer sie lauern mag, einen Staubflusen in der Luft. Jetzt erklingt eine Trompete, deren Tönen man folgen könnte, aber das lässt man lieber sein, denn es könnte zu unvorhergesehenen Abenteuern führen.
Die oberste Gefühlsschicht besteht also aus Apathie und Freude darüber, dass es in der Stadt noch solche Orte gibt, Nischen, in denen die Zeit lang wird, wenn sie nicht gar komplett stehen bleibt; dass eben nicht überall Marienplatz ist, Oktoberfest oder die Herrlichkeit eines Englischen Gartens.
Es versteht sich wohl von selbst, dass es den Melancholiesuchenden nicht nach dem Typischen, nach den von Einheimischen beliebten Mittagstischangeboten verlangt, sondern nach Orten, an denen der Atem der Stadt beinahe still steht und man nicht mehr weiß, welche Richtung man einschlagen sollte, weil jede Richtung gleich gut ist.
Aber kennen die Deutschen überhaupt die Melancholie, wissen sie, was dieses Geschwafel hier sagen will? Wenn das Schreiben ein Mittel ist, um mit den Verlusten, die das Leben bringt, und der damit einhergehenden Trauer fertig zu werden, so heißt die Antwort ja. Es bedeutet, dass es ohne Melancholie keine Literatur gäbe, lediglich Hurrarufe und Parolen, die leer in den Mündern der Menschen dröhnen. Und da in Deutschland nun einmal geschrieben wird, kennen die Deutschen auch die Melancholie. Aber vielleicht ist ihre Melancholie anders als die finnische? Vielleicht ist sie ein bisschen pathetischer, beruft sich auf das Dunkle der Geschichte, auf in Nebel gehüllte Gärten, durch die Hegel und Kant gebückt schleichen. Oder es bedeutet für die junge Generation etwas anderes, die Sehnsucht nach dem Goldenen Zeitalter der Technomusik, nach den Morgen, an denen man noch ausschlafen durfte.
Joel Haahtela, am 12. Oktober 2009 in München
Aus dem Finnischen von Meike Frese
12. Oktober 2009
Dies ist der Bericht über einen stürmischen Tag im Leben einer Touristenschriftstellerin.
Dies ist der Bericht über eine Wanderung vom DDR-Beton zur Ostseeromantik.
Nein, es ist kein Bericht über die Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns in den letzten Jahren, es ist der Bericht über meinen Sonntag im Betonvorort Groß Klein und dem über-pittoresken Seebad Warnemünde.
*
Es war ein stürmischer Tag – ja, es ist immer gut, eine Geschichte so zu beginnen, aber ehrlich, es war ein stürmischer Tag – der recht beherrscht anfing, mit einem Brunch im Peter-Weiss-Haus. (Anmerkung der Touristenschriftstellerin in Bezug auf das Peter-Weiss-Haus: Dieses junge Kultur– und Aktivitätshaus gehört zu den Dingen, die Rostock lebendig machen.)
Und ja: es wird so beherrscht weitergehen, nur der Sturm frischt auf.
*
Auf meinem Ausflug in die richtigen Betonlandschaften, die nicht für Touristen gedacht sind, wurde ich von einem nicht-lizensierten aber ausgesprochen kompetenten örtlichen Reiseführer, Herrn L., begleitet.
Herr L. fand sich schnell in seine Rolle und zeigte mir zunächst seine liebenswürdigen Eltern, seine Schwester und sein Elternhaus. Ich bin bei meinen Spaziergängen durch die Stadt wirklich schon schlechteren Wahrzeichen begegnet.
Dann machten wir uns auf in die Betonwelt.
(”Es wird regnen, sobald wir vor die Tür treten”, sagte ich. Wir traten vor die Tür, gingen ein paar Meter und dann fielen große, nasse Tropfen. Diese urbane Wanderung fing gut an; es ist nicht so wichtig, was für Wetter man hat, so lange man nur recht hat.)
Es war grau, es war dunkel. Die Häuser sahen müde und unbefriedigt aus, genau wie es sich für Vororte gehört. Irgendwie muss es so sein. Herr L. erklärte mir wortreich, wie es hier früher aussah, bevor die neu gepflanzten Bäume zu Bäumen herangewachsen waren, bevor die betongrauen Giebel in anderen Farben angestrichen worden waren, bevor man bei manchen Häusern ganz oben einige Stockwerke zurückgebaut hatte; vielleicht um die Silhouette etwas lebendiger und weniger gleichförmig zu machen, vielleicht weil es keine Aufzüge gab und zu viele Wohnungen leer standen.
Immer noch waren in vielen der obersten Wohnungen die Fenster leer und gardinenlos und verlassen, trotz aller Veränderungen und Verbesserungen und all der neu gewonnenen Gedanken von Wohlfühlen. Trotz des Lichts und des neuen Grüns.
Auch hier hatten die Häuser und Straßen ihre Geschichte, ihre Mythen, ihre Erzählungen. Manchmal gewalttätig und grausam. Aber sehr oft auch menschlich, wohlbekannt. Wie es eben so ist.
*
Zwei Kilometer von Groß Klein entfernt liegt Warnemünde, am Meer, am Strand. Man kann sonntags die Strandpromenade entlang spazieren gehen und auf das lang gestreckte Pier hinaus. Am besten langsam. Das taten wir, Herr L. und ich. Wir wanderten schweigend am Wasser entlang, vielleicht weil es darüber nicht viel zu sagen gab. Vielleicht gingen wir schweigend nebeneinander her, weil es stürmte, das Meer rauschte, meine Haare mir übers Gesicht tanzten und geradewegs in den Mund.
Der Regen war in Groß Klein zurückgeblieben, in Warnemünde wartete der Sturm.
Es waren viele Sonntagsmenschen unterwegs, obwohl es stürmte, obwohl der Sommer längst vorbei war. In Warnemünde sind die Touristen nie fehl am Platz; die Touristen gehören zu Warnemünde. Die hellen Jahrhundertwendehäuser strahlten mit frisch gestrichenen Wänden, in manchen Straßen roch es nach Fisch, in den meisten Straßen gab es Hotels.
Was macht man mit all diesen Warnemündern?
Man zieht sich zurück, man atmet, atmet ein, atmet aus?
Vielleicht wird man ein Anderer, langsamer? Vielleicht ist man zusammen, vielleicht ist es Zeit? Eine neu gestrichene, weiße Zeit, die nach Fisch riecht und wo der Wind an deinem Schal zerrt und du mitgehst.
*
Bis du endlich zu etwas anderem als weißen Illusionen zurückkehrst; zu festem Beton, dem Überlebenswillen urbaner Wandkunst, zu der Schönheit, die im absolut Unvollständigen zu finden ist.
Aus dem Schwedischen von Regine Elsässer
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Hannele Mikaela Taivassalo
Hannele Mikaela Taivassalo (geb. 1974) wohnt in Helsinki und schreibt auf Schwedisch Romane, Novellen, Kinderbücher und experimentatives Drama. Im Oktober wird sie der Liste ihrer literarischen Genres noch das des Blogs hinzufügen - verfolgen Sie ihren Aufenthalt vom 2.-14.10. im Literaturhaus Rostock und auf der Frankfurter Buchmesse in ihrem Blog! Mehr...
Joel Haahtela
Joel Haahtela (geb. 1972) erforscht den Menschen sowohl in seiner Arbeit als Arzt als auch in seinen Romanen. Im Roman Perhoskerääjä (Der Schmetterlingsammler, Piper) schickt er die finnische Hauptfigur auf die Reise nach Deutschland, um das Schicksal eines geheimnisvollen Mannes zu ergründen. Vom 5.-17.10. reist Haahtela selbst nach Deutschland, wo er zunächst im Literaturhaus München und dann auf der Frankfurter Buchmesse zu Gast sein wird. In seinem Blog verrät er uns, welche Geheimnisse er unter der Oberfläche der deutschen Gesellschaft zu Tage fördert! Mehr...
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